Wie wichtig ist das virtuelle Trading?

Dass es unerlässlich ist, mit einem CFD Demokonto Handelsstrategien zu erfinden oder von anderen Tradern zu übernehmen und dann auch zu testen, hatten wir eingangs schon erwähnt. Kurz und gut: Am virtuellen Trading führt kein Weg vorbei. Des Weiteren ist es extrem wichtig, eine Handelsplattform zu testen und CFD Broker zu vergleichen. Ebenso wichtig ist es darüber hinaus, Slippage zu testen und auch beobachten zu können, wie stabil überhaupt eine Brokerplattform läuft, wenn der Trader sie permanent nutzt.

Slippage bilden nicht alle Demokonten ab (siehe oben), doch die technische Stabilität von Brokerplattformen lässt sich auch beim Demotrading feststellen. Was viele Trader nicht wissen, wenn sie sich nur gelegentlich mit einer Handelsplattform befassen: Es gibt technische Ausfälle bei manchen Brokern. Das kann beim Scalping und Daytrading zu hohen Verlusten führen. Natürlich kann auch die eigene Internetverbindung ausfallen. Wie schnell greift dann der Trader etwa über ein mobiles Endgerät auf sein Konto zu? All diese kniffligen Probleme lassen sich durch das CFD Demotrading testen.

Die Frage der zu entwickelnden Handelsstrategien steht eigentlich auf einem anderen Papier, denn hierfür bedürfte es nicht zwingend eines CFD Demokontos: Der Trader könnte sich dafür auch eine eigene Datei einrichten. So gehen in der Tat viele Tausend Trader vor, bevor sie mit dem Echtgeldtrading beginnen. Nun stellt sich die Frage: Wie lange soll denn virtuell an Handelsstrategien gebastelt werden?

Empfehlungen zur Zeitspanne des virtuellen Tradings

Es hat einen guten Grund, warum es das CFD Demokonto unbegrenzt eher bei wenigen Brokern gibt. Die Zeitspannen, die manche Broker für die Nutzung vorgeben – 14 bis 30 Tage – entsprechen relativ exakt den Empfehlungen, die Experten für die Zeitspanne einer virtuellen Testphase geben. Jeder Trader sollte nach 14 Tagen bis vier Wochen etwas echtes Geld in die Hand nehmen und einmal testen, wie er sich damit fühlt. Es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen einem virtuellen und einem realen Verlust oder Gewinn, mag er noch so groß oder klein sein.

Wenn das CFD Demokonto zeitlich unbegrenzt zur Verfügung steht, besteht zumindest bei manchen Anlegern die Tendenz, dass sie auch ihren Handel zeitlich unbegrenzt nur virtuell durchführen. Sie suchen dann nach einem Königsweg bei ihren Anlagestrategien, den es in Wahrheit aber nicht gibt. Trading bedeutet zwar, Chartmuster und fundamentale Einflüsse zu erkennen und daraus eine Strategie und Taktik abzuleiten, es bedeutet aber auch, mit unklaren, wechselnden Situationen zurechtzukommen. Drittens bedeutet echtes Trading, dass die Ressourcen stets begrenzt sind: Die Zeit- und natürlich auch die Kapitalressourcen. Das betrifft auch die virtuelle Kapitalisierung eines CFD Demokontos. Manche der Konten sind mit sechs- bis siebenstelligen Beträgen kapitalisiert: Doch welcher Trader hat in Wahrheit so viel Geld übrig? Es ist daher zu empfehlen, virtuelles Trading mit exakt dem Kapital und in der Zeit durchzuführen, die wirklich zur Verfügung stehen.

Beispiel für virtuelles Trading: Ein angehender Trader hätte monatlich 500 Euro freies Kapital, das er durch ein Arbeitseinkommen erzielt und nirgendwo sonst benötigt. 3.000 Euro hat er sich schon erspart. Des Weiteren ist er voll berufstätig. Nun plant er, zwei Wochen Urlaub zu nehmen, um virtuelles Trading ganztägig auszuprobieren. Doch seien wir ehrlich: Ist es realistisch, dass er nach diesen 14 Tagen den Heiligen Gral des Tradings gefunden hat, seinen Job kündigt und fortan als Vollzeittrader sein Geld an der Börse verdient? Das ist eher sehr selten. Dieser Trader sollte über Positionstrading nachdenken, bei dem er nach Feierabend seine Orders setzt. Wenn er wieder einmal Urlaub hat, kann er sich mit Daytrading befassen. Eine andere Situation entsteht, wenn der Trader einen Job im Homeoffice durchführt und tatsächlich ganztägig die Kurse beobachten kann. Dann wäre es tatsächlich möglich, Daytrading dauerhaft zu testen und dann auch mit echtem Geld auszuprobieren.